Veranstaltungsinformation

Datum: bis

Ort: Johanniskirche, Johanniskirchplatz, 14770 Brandenburg an der Havel

Johanniskirche wird temporäres Atelier und Kunstraum

Projekttitel für das offene Atelier in der Johanniskirche, Foto: büro müller

Unter dem Titel „eher sandig“ zieht das Künstlerpaar Anne und Martin Müller für einen Monat in die Johanniskirche am Salzhofufer ein. Die Künstler sind vor kurzem in die Altstadt gezogen und waren ab der ersten Begegnung von der Johanniskirche fasziniert. Anne ist Video- und Performancekünstlerin, Martin malt. Zusammen betreiben sie das büro müller und verstehen sich als Kulturentwickler, Kuratoren und Netzwerker.

Schon beim ersten Kennenlernen entstanden zwischen den Künstlern und der Kulturverwaltung erste Ideen für eine temporäre Kunstaktion in der Johanniskirche. Letztendlich entwickelten Anne und Martin Müller das Projekt „eher sandig“. Im Rahmen eines offenen Ateliers entwickeln und realisieren die beiden Künstler Arbeiten im historisch-zeitgenössischen Spannungsfeld. Das multimediale, offene Atelier lädt ausdrücklich ins Zentrum der Stadt zum Impuls und Austausch, zum Kennenlernen und Entwickeln, zum Fragen und Hören und Begegnen ein.

Tim Freudenberg, Leiter des Fachbereichs Kultur, ist gespannt auf das Experiment und sieht in der Aktion ein Beispiel, wie die Johanniskirche nach der Konzeption als öffentlicher Raum strahlen kann. Viele Ansätze aus dem Nachnutzungskonzept zur BUGA werden in dem Projekt vereint. Die Kirche wird zum Ausstellungsort, Video- und Klangkunst wird neben großformatigen Gemälden präsentiert. Gleichzeitig laden die Künstler zur Begegnung ein und bereiten über Happenings ein offenes Forum zur gemeinsamen Kommunikation.

Martin Müller realisiert ein mehrteiliges, großformatiges Gemälde, das sich mit dem Gründungsorden des Brandenburger Doms, den Prämonstratensern, auseinandersetzt. Mehrfach werden scheinbar realistische Zitat-Ebenen verschachtelt und mit gestischer Malerei verschoben. Um einen breiteren Einblick in sein Schaffen zu ermöglichen, ist eine Auswahl weiterer großformatiger Malerei in der Johanniskirche zu besichtigen.

Anne Müller entwickelt mehrteilige, stark farbige Videoarbeiten, die Alltäglichkeiten Brandenburgs konzeptionell in analytische Kontexte setzen. Die entstehenden Videoarbeiten sind täglich als Abend- und Nachtprojektionen durch die Hauptglasfront am Eingang der Johanniskirche sowie als Fenster-Rückprojektion von der Havel-Uferseite sichtbar. Ihre Live-Performances und musikalischen Arbeiten werden permanent entwickelt und sicht- wie hörbar gemacht.

Ihre Performance Skizzen „eher zitronig“ zeigt sie live an folgenden Tagen:

  • Do, 3. / Fr, 4. September: 19 Uhr
  • Do, 10. / Fr, 11. September: 19 Uhr
  • Do, 17. / Fr, 18. September: 19 Uhr
  • Do, 24. / Fr, 25. September: 19 Uhr

Im Rahmen des offenen Ateliers laden die Künstler zu künstlerisch und gesellschaftlich fließenden Begegnungen unter dem Titel „eher wässrig“ ein. Klanglich, diskursiv, sprachlich, still, visuell, bewegt. Begegnungen aus unterschiedlichen Aktionsfeldern, Impulsgeber. Ihre Mitwirkung haben zugesagt:

  • Dr. Rüdiger Frhr. von Schnurbein, Direktor des Brandenburger Dommuseums
  • Johannes Göbel, Kurator und Kulturschaffender, Bonn
  • Prof. Dr. Jo Groebel, Medienpsychologe, Berlin
  • Markus Rindt, Intendant Dresdner Sinfoniker, Brandenburg - Dresden
  • Prof. Dr. Katrin Hinz, Dekanin des Fachbereichs Gestaltung und Kultur der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin
  • Amarone, Streichquartett der Brandenburger Symphoniker
  • Patricia Holland Moritz, Schriftstellerin, Programmleiterin Allegria Verlag, Ullstein Buchverlage, Berlin
  • Prof. Dr. Eva Beneke, Gitarristin, Berlin - Oslo

Termine für die eher wässrig-Begegnungen werden an der Kirchentür bekannt gegeben.

Die Künstler sind zu folgenden Terminen verbindlich in der Johanniskirche und laden Besucher/innen herzlich ein:

  • Do, 3. / Fr, 4. September: 17-20 Uhr
  • Sa, 5. September: 14-16 Uhr
  • Do, 10. / Fr, 11. September: 17-20 Uhr
  • Sa, 12. September, 14-16 Uhr
  • Do, 17. / Fr, 18. September: 17-20 Uhr
  • Sa, 19. September: 17-20 Uhr
  • Do, 24. / Fr, 25. September: 17-20 Uhr
  • Sa, 26. September: 14-16 Uhr

Zusätzlich lohnt es sich, im September die Website des Künstlerpaars sowie deren Profile in den sozialen Medien zu verfolgen, die von den Künstlern intensiv genutzt werden, um ihre Arbeit zu dokumentieren.

Digitaler Kalendereintrag

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