Presseinformation

30.08.2011

Führung im Stadtmuseum

Brandenburg an der Havel zwischen den Befreiungskriegen und der Bürgerlichen Revolution von 1848

Die Demokratie hat in Brandenburg an der Havel nicht erst mit der Demokratischen Revolution von 1989 Einzug gehalten. Schon früh gab es in der Stadt Entwicklungen zur Beteiligung der Bürger an der politischen Gestaltung. Die Befreiungskriege die 1813 mit dem Aufruf Königs Friedrich Wilhelm III. „An mein Volk“ begannen und 1815 mit dem Abzug der französischen Besatzer endeten, hatten dazu geführt, dass sich die Bevölkerung ihrer Macht bewusst geworden war. Sie leitete daraus einen Anspruch an einer größeren politischen Beteiligung ab. Die Herrschenden in den deutschen Ländern waren zunächst nicht bereit, auf die Forderungen vor allem aus den bürgerlichen Schichten einzugehen. Die gleichzeitig einsetzende Industrielle Revolution brachte Umwälzungen in der Sozialstruktur der Städte mit sich. Durch diese Gemengelage erhöhte sich der Druck auf die bestehenden Machtstrukturen und entlud sich schließlich unter anderem in den Barrikadenkämpfen in Berlin. Die Führung, die das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel am 22. September 2011 um 18.00 Uhr in seinem Standort Frey-Haus in der Ritterstraße 96 anbietet, beschäftigt sich damit, wie sich die Stadt zwischen 1815 und 1848 veränderte. Wie reagierten die politischen Kräfte auf die neuen Herausforderungen? Wie verhielten sich die Angehörigen der sich neu formierenden Schichten?


Die Führung wird in der Dauerausstellung stattfinden, die durch Exponate ergänzt wird, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Sitzplätze und kleine Erfrischungen sind vorhanden.     


Eintritt:   3,00 €, erm. 1,50 €